über mich und meine kamera:

meine kamera war mein ständiger begleiter, damals noch eine kompakte knipse, dann sehr bald die erste spiegelreflexkamera. mit den gewonnen möglichkeiten stieg natürlich das interesse an der künstlerischen form szenen festzuhalten. also entschied ich mich das ganze mehr ausbauen zu wollen und startete eine ausbildung zum fotografen. drei jahre und einiges an wissen später stehe ich nun mit meiner kamera wichtigen ereignissen verschiedenster menschen zur seite. sei es die kommunion, eine firmenfeier, ein einfaches portrait oder eine komplette hochzeit...

 

warum zum fotografen...

wenn mein schwager auch eine spiegelreflexkamera hat?

gegenfrage: warum zum friseur, wenn ihre schwester sich sonst auch selbst frisiert?

oder warum essen bestellen, wenn sie doch sonst auch selbst kochen?

 

gerade bei hochzeiten tritt natürlich nach dem verschicken von hunderten von einladungen, dem kauf der ringe und der hochzeitsklamotten die frage des budgets auf. man will schick aussehen also sind ein neuer anzug und eine besondere frisur keine frage. die gäste wollen gut bewirtet sein, also fällt auch diese szene auf die anti-geldbeutel-seite. nachdem noch ein paar szenen besprochen und für wichtig erachtet wurden, bleibt die frage der fotos. jedem fallen auf anhieb zwei personen im familien- und bekanntenkreis ein, die schon mal eine kamera im urlaub dabei hatten.

 

hochzeitsfotos - was bedeutet das eigentlich? lassen sie uns kurz einen teil des tages besprechen...

bei der verköstigung sind alle anwesenden für einige zeit beschäftigt. das kleid wieder niewieder getragen oder im besten fall noch vererbt.

der anzug - okay, der kann weiterhin getragen werden. der blumenstrauß verwelkt. was bleibt ist die erinnerung. es sei denn sie haben tolle fotos.

 

die fotos sind - neben der erinnerung und der gewonnenen zweisamkeit - die einzige sache die den wichtigsten tag ihres lebens repräsentiert.

ein album ist schnell erstellt und verschenkt oder am sonntag aus dem regal geholt. wollen sie dann die fotos begutachten und bedauern dass der schwager nur einmal mit der kamera im urlaub war?... 

 

geschätzter fotografen kollege über photo-junkie:

"...ich seh dich als streetpeople-fotograf...deine bilder haben immer den anschein des zufälligen. diese natürlichkeit und intimität macht dich immer zu einem scheinbar unbeteiligten Passanten und den betrachter deiner bilder zu einem beobachter dieser szene. klar ist das schwer einem kunden beizubringen einfach nur er selber zu sein und dich und deine kamera zu vergessen…"